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Das letzte Mal.

Und dann saß ich wieder da. Alleine in meinem Zimmer und dachte nach.
Mein Licht hatte ich schon längst ausgemacht, es brannte nur noch in meinen Augen. Mein Kopf tat mir weh. Schon seit Stunden.
Ich nahm mein Handy, stand auf und zog meine Jacke an. Meine Schuhe standen noch im Flur. Dann ging ich raus.
Es war kalt geworden und in meinem Ohr sang Zandro Santiago. Die Straßen waren ruhig, kein Wunder, es war ja auch schon kurz nach zwei.
Ich hab eine Lieblingsbank in meinem Ort. Zu dieser gehe ich immer wenn’s mir schlecht geht. Ich weiß nicht wieso ich sie so sehr liebe. Ich tu es einfach.
Und dann saß ich da. Ich konnte meinen Atem sehen, so kalt war es.
Meine Haut ist wie betäubt, dachte ich mir, nichts tut mehr weh vor Kälte.
Es war niemand da.
Ich schaute auf mein Handy. 02:16.
Ich schaute noch mal auf mein Handy. 02:18. Und wieder. 02:20.
Vier Minuten. Und immer noch keine Nachricht. Verdammt, warum? War es so schwer? Warum soll man immer da sein und wenn man jemanden braucht ist niemand da? Wo ist da die Logik?
Meine Haut war immer noch betäubt. Kein Schmerz mehr, nichts.
Und dann war es zu spät. Viel zu spät. 02:24. Ich kniff die Augen zusammen, wollte das Blut nicht sehen. Aber wenn kein Blut da ist, höre ich nicht auf. Das war schon immer so. Ich musste es sehen.
Und wieder war es zu spät. Und wieder. 02:30.

Ich wachte auf. Dieser unendliche Schmerz. Woher kommt er?
Ich ging ins Bad. Und ich sah nur die roten Striche auf meiner Haut. In meiner Haut.
War es wirklich wieder so spät? Zu spät?
13.10.13 00:31
 


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